Wo fange ich am Besten an? Klar am Besten von vorne. Dies ist nur nicht leicht, mit einer anderen Wahrnehmung. Meine Sicht könnte eine andere sein, als vielleicht die Leser meines Beitrages haben. Da eine gute Struktur reinzubringen, ist unmöglich, denn bei mir passiert extrem viel. Ich heiße Lena, wurde 1984 in Unna geboren und bin in Dortmund aufgewachsen. Natürlich habe ich auch einen bürgerlichen Namen, dieser lautet Hanna-Lena. Nur mag ich es gar nicht mit Hanna-Lena angesprochen zu werden, dieser Name ist mit meiner Vergangenheit negativ besetzt. Meine Romane schreibe ich deswegen unter einem Künstlernamen Lena Loki. Wenn du mich mit Lena ansprichst, werden wir mit Sicherheit eine gute Unterhaltung führen. Ich habe einen Bruder, der 1985 geboren wurde. Wir sind komplett verschieden. Ich bin schon immer introvertiert gewesen. Mein Bruder hingegen nicht. Er fand schnell Freunde und ließ sich auch ungerne etwas sagen. Ich hingegen beschäftige mich sehr gerne alleine und hatte keine Freunde in der Schule. Bin früher schüchtern und ruhig gewesen. Meine Eltern hatten nur andere Vorstellungen von meinem Leben. Ausbildung, Führerschein gehörten dazu. Ich habe einfach alles mitgemacht und es war für mich die Hölle. Reden brachte nichts. Mein einziges Mittel früher: Ich habe begonnen selber Geschichten und Gedichte zu schreiben. Natürlich heimlich und nur für mich. Tagebuch zu führen hat mir geholfen, den Alltag zu überstehen. Ich habe die Welt nie verstanden. Wusste nicht, wie ich mit Kindern ins Gespräch kommen sollte. Mein Kaninchen war mein Freund. Ich war der Meinung, dass ich keine Freunde brauche. Mein Kaninchen reichte mir. Dies gibt mir wenigstens keine Widerworte. Meine Mutter hatte den Verdacht, dass ich Autismus habe. Leider brachte die Diagnostik zum Thema Autismus nichts. Der Autismus wurde bei mir nicht erkannt. Meine Mutter wusste nur, dass mit mir etwas nicht stimmt. Ich hatte folgende Diagnosen: Schizophrenie und Borderline. Anhand der Diagnosen wurde ich behandelt. Die Borderline Diagnose brachte mir nur teilweise etwas. Immerhin konnte ich dadurch meine Wut besser kontrollieren und habe die Wut nicht mit Autoaggression abgebaut. Viele Fragen in meinem Kopf waren trotzdem nicht beantwortet worden. Wieso reagieren Jugendliche so komisch auf meine Fragen? Warum hat man über einen Clown gelacht? Was ist an Party und Schminke so toll? Warum malt man sich das Gesicht an?

Ein weiteres Problem war das Essen. Ich mochte nur wenige Lebensmittel und habe nur wenig gegessen. Schule war für mich immer Stress und das Essen wurde schwerer unter dem Stress. Ich habe den Realschulabschluss. Dann kam das nächste Problem. Keine Ausbildung passte für mich. Immer gab s Menschenkontakte, mal weniger und mal mehr. Natürlich habe ich versucht eine Ausbildung abzuschließen. Zweimal Rechtsanwaltsfachangestellte und zweimal Bürokauffrau. Ich überstand nie die Probezeit. Meine Eltern schickten mich immer wieder neu auf die Suche, um einen neuen Ausbildungsplatz zu finden. Da ja sonst auch die Berufsschule beendet war. Ich konnte nur keine Ausbildung schaffen. Meine Bedürfnisse konnte ich nicht äußern. Wusste nicht, wie ich das formulieren sollte. Es war halt so, dass man irgendwas machen musste. Entweder Studium oder Ausbildung nur für mich passte das alles nicht. Es brachte nichts mit meinen Eltern zu reden. Mir half es sehr, alles aufzuschreiben. Sonst hatte ich ja niemanden, der mich verstand. Deswegen habe ich begonnen mir meine eigene Welt zu erschaffen und Geschichten zu schreiben. Ich wollte eine Welt erschaffen, in der alles leicht verständlich ist und jeder so akzeptiert wird, wie er ist. Eine Welt in der alles leicht und unkompliziert war.

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