Facebook Klatsch & Tratsch.

ThinkAut

Ich möchte nochmal was zum Klatsch und Tratsch auf Facebook sagen.

  1. Ich verabscheue Klatsch und Tratsch. Es gibt nichts Langweiligeres, Unwichtigeres, Dümmlicheres und Sinnloseres. Und TOXISCHERES! Und dann ist es auch noch unlogisch: Wer jemanden NUR von Facebook kennt, der kennt ihn nämlich – bei Lichte betrachte – GAR NICHT!!! Daher ist es nicht möglich sich ein umfassendes Bild zu machen.
  2. In der Folge ist es irrational, unlogisch und unvernünftig, basierend auf den Eindrücken über Facebook, sich ein Urteil zu bilden und – noch schlimmer – mit diesem Urteil dann auch noch hausieren zu gehen.
  3. Wenn ich mir überlege, was ich in der Zeit, in der ich mich mit so einem Quark aufhalte, noch alles an wirklich INTERESSANTEM lesen oder schreiben könnte, dann tut es mir leid um jedes einzelne Wort und jede einzelne Sekunde, in der ich mich mit Nonsense dieser Facon auseinandergesetzt habe.

Genauso doof wie selbst tratschen ist es also Tratsch einfach zu glauben. Trotzdem machen wir als Menschen eben so unsere Erfahrungen mit anderen. Sie sind dann relevant, wenn sie bis „ins wahre Leben“ und fernab virtueller Realitäten toxisch und unerfreulich hinauswirken.


Was ist also der Unterscheid zwischen „Ich muss – bei dieser Gelegenheit – von einer sehr unerfreulichen Erfahrung berichten“ oder „So, jetzt gehe ich aber mal gegen jemanden vor, weil ich mich rächen will?“
Das ist m.E. immer unheimlich schwer zu beurteilen.Ich empfehle IMMER sich selbst ein eigenes Bild von einem Menschen zu machen. Und mit der Warn-Info erst mal folgendes machen: Sie auf die Seite schieben. Denn schon die kleinste negative „Information“ über eine andere Person kann – ob man das will oder nicht – zu selektiver Wahrnehmung führen.

Plötzlich liest sich alles – mit der Eventualität „Der ist ein Arschloch“ – ganz anders. Schon ein harmloser Satz kann auf einmal eine „Bedeutung zwischen den Zeilen“ haben, die man ohne diese Einimpfungen gar nicht wahrnehmen würde.Darum ist auch Rufmord eine Straftat. Weil schon nachweislich das „in die Welt selten“ von Gerüchten zu Vorbehalten führt.

Dieses „Der X hat gesagt, dass die Y böse ist“ reicht – so sind Menschen – in vielen Fällen aus, dass andere das einfach mal ungeprüft so glauben. Das belegen zahllose Studien und verantwortungslose und manipulative Menschen setzten auch darauf.Noch dazu gibt es zwar tatsächlich Arschlöcher, Intriganten, skrupellose Soziopathen und Lügner, aber es gibt auch das Phänomen, dass BEIDE Menschen auf ihre Art okay sind, sich nur miteinander nicht gut verstehen. Das muss dann nicht bedeuten, dass so jemand wirklich gleich total untragbar ist. Und es gibt auch etwas, was wir alle nicht vergessen dürfen: Scnnöde Rivalität. Kaum etwas verzeihen Leute jemandem anderen so schwer wie das Gefühl, dass ein anderer mehr Aufmerksamkeit und Zuwendung bekommt, oder vielleicht auch so interessant, nett, charmant, kreativ, lustig, sympathisch ist, dass er mehr Zuwendung und Aufmerksamkeit bekommen könnte…

Facebook bietet auch Anlass dahingehend Ängste zu entwickeln, wenn man etwas labil ist, dann hier präsentiert sich ja jeder tunlichst von seiner interessantesten Seite und bietet hemmunglos Einblick in sein ganzes Leben…Umgekehrt kommt es – das halte ich für eine Tragödie – immer wieder dazu, dass echte Opfer im „echten Leben“ für Mobber gehalten werden, weil Menschen NICHT damit klar kommenden Fakt auszuhalten, dass jemand wirklich etwas wie z.B. Missbrauch und Vergewaltigung auch echt getan hat.

In vielen Familien ist das ein Problem. Psychologen müssen oft traumatisierte Menschen betreuen, denen die Wahrheit NICHT geglaubt, weil das Phänomen „In unserer Familie gibt es einen Pädophilen“ für einige eine nicht-auszuhaltende Erkenntnis wäre.Aber zurück zum (Facebook)Tratsch. Da spielt eine wesentliche Sache rein. JEDER Mensch kann – bei einigen ist es einfach ihr Wesen, andere müssen sich erst dahingehend besinnen – liebenswürdig, kreativ, interessant, charmant usw. sein und Beachtung und Aufmerksamkeit bekommen, ohne dass er dafür erst andere wegmobben oder wegkicken muss. Und wie? Indem er einfach mal seine eigenen Fähigkeiten und Potentiale sieht, versteht, begreift und umsetzt. Die Angst, dass uns ein anderer/eine andere etwas wegnehmen könnte hat häufig – besonders bei labilen Menschen – die Folge Mobbing.Und was möchte Mobbing? Mobbing möchte jemanden wegdrücken, aber ohne, dass das Mobbing auch als Mobbing erkannt wird. Mobbing ist immer Manipulation.

Die Mobber möchten, das „ihr“ Publikum sie nicht für Mobber hält, sondern den/die Rivalen/in als böse Personen, die gar keine Gnade mehr finden dürfen. Oft stilisieren sie sich noch zum Opfer, obwohl sie eigentlich Täter sind. Die Strategien, die sie dabei anwenden, sind hochgradig manipulativ, folgen aber auch gewissen Mustern, die sehr interessant sind. Stoff für ein ganzes Buch. So. Und damit komme ich zum Schluß: Bitte liebe Facebooker versucht zu unterscheiden, ob jemand wirklich böse und doof ist, und zwar von Grund auf, oder ob nur die Chemie zwischen Euch beiden nicht stimmt. Das letztere ist durchaus auch mal der Fall. Auch das kann man in aller Ruhe und Gelassenheit festellen und sich in der Folge einfach aus dem Weg gehen. Neulich ist es nämlich passiert, dass mich jemand vor einer Person „gewarnt“ hat, die sie selbst weder persönlich kennt und die nichts Schlimmes getan hat.

Die Chemie stimmte nur einfach nicht. Am besten blockiert man sich in so einem Fall gegenseitig und gut ist. Aber dieses „achso nett gemeinte“ Warnen vor jemandem, den man nur von FB kennt, NEIN DANKE!

Und damit schließe ich für heute meine Predigt! Ziehet hin in Frieden!

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